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  Der Sudan ist mit seinen 2,5 Mio. Quadratkilometer flächenmäßig der größte Staat Afrikas. Die Bevölkerungszahl beträgt 28 Millionen Menschen. Davon leben etwa 12 Millionen im Süden des Landes. Grobe Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 1 Millionen Landminen im Sudan verlegt sind. Laut Statistiken des US-Department of State forderten detonierte Minen bisher rund 700.000 Opfer.
Seit 1955 findet der Bürgerkrieg zwischen dem afrikanischen Süden und dem islamisch-fundamentalistischen Norden statt, der mit einem Aufstand einiger Stämme im Süden begann und mit wenigen Unterbrechungen bis heute andauert. Dass im Südsudan seit Ende der 70er-Jahre große Ölvorkommen entdeckt wurden, ist dem Konflikt nicht gerade zuträglich, da die Regierungstruppen systematisch die Ölgebiete zu entvölkern versuchen. Seit 1983 ist es die Sudanese People’s Liberation Army (SPLA), die militärischen Widerstand gegen die Regierungstruppen des Nordens leistet.
Wie in vielen afrikanischen Staaten werden auch im Sudan von beiden Seiten Antipersonen-Minen als Kampfmittel eingesetzt. Da die sudanesische Regierung den Vertrag von Ottawa ratifiziert hat, ist deren Einsatz nicht nur inhuman, sie verstößt damit bewusst gegen das Völkerrecht. Bislang wurde dies international zwar kritisiert, das Vergehen jedoch nicht weiter bestraft.
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