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  Der Friedensprozess in Angola schreitet voran. Nachdem auch die letzten Rebellen – jedenfalls offiziell – ihre Waffen abgegeben haben, ist einer der verheerendsten Bürgerkriege der Welt beendet. 27 Jahre hat der Krieg, der zunächst als Kampf gegen die portugiesischen Kolonialherren begann und sich immer mehr zum international unterstützten Kampf um Macht und Bodenschätze ausweitete, gedauert. Allein durch die Kampfhandlungen hat er 500.000 Menschenleben gefordert. Die Opfer, die dieser Krieg durch Hunger und Flucht forderte, sind dabei noch nicht mitgerechnet.
Doch noch ist das Land von seinen Schrecken nicht befreit: Schätzungsweise 20 Millionen Landminen wurden seit Beginn des Bürgerkrieges in Angola verlegt, verstreut über etwa ein Drittel der Landesfläche. Nach Regierungsangaben liegen noch bis zu fünf Millionen Landminen vergraben.
Auch heute noch töten oder verletzten die Minen monatlich rund 60 Menschen. Und etwa 80.000 Menschen sind durch Explosionen von Minen in Angola bereits getötet oder verstümmelt worden. Durch das Verlegen von Minen in und um landwirtschaftliche Nutz- und Weideflächen wird die Nahrungsmittelproduktion empfindlich gestört: Felder liegen brach, Vieh wird getötet, die Wasser- und Brennholzsuche wird zu einer lebensgefährlichen Arbeit. Die Rückführung von Bürgerkriegsflüchtlingen in ihre angestammten Dörfer und Häuser ist immer noch nicht möglich, sie müssen weiterhin in Lagern leben. Die Eigenversorgung der Menschen kann daher auf absehbare Zeit nicht erfolgen, der Wiederaufbau des Landes ist nur begrenzt in einigen Regionen möglich.
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